forschungsprojekt jugendschwangerschaften
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Einführung

Von 2005 bis 2008 führte der pro familia Bundesverband in Kooperation mit dem Institut für Sexualwissenschaft und Forensische Psychiatrie der Universität Hamburg ein Forschungsprojekt zu Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüchen bei minderjährigen Frauen durch. Das Forschungsprojekt wurde von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gefördert.

In Zusammenarbeit mit Schwangerschafts-Beratungsstellen der pro familia und der Diakonie wurden 2300 minderjährige Schwangere mittels eines Fragebogens befragt. Mit 62 jungen Frauen und 11 Partnern wurden nach einem Schwangerschaftsabbruch intensive Interviews zu ihren Erfahrungen geführt.

Worum geht es? Gegenwärtig werden in Deutschland jedes Jahr 7 bis 8 von 1000 15- bis 17-jährigen Frauen schwanger. Etwa 60% von ihnen entscheiden sich für einen Abbruch, etwa 40% tragen die Schwangerschaft aus.Wir haben uns in dieser Studie mit zwei Themen beschäftigt:

(1) Welche Gruppen sind besonders von Jugendschwangerschaften betroffen, wie und warum scheitert Verhütung und wie kann bei dem sehr hohen Niveau der Prävention von Jugendschwangerschaften in Deutschland Prävention überhaupt noch wirksamer werden?

(2) Wie erleben junge Frauen einen Schwangerschaftsabbruch, welche Beweggründe haben sie für ihre Entscheidung, wie beurteilen sie die beraterischen und medizinischen Dienste, die sie in Anspruch nahmen und welche Auswirkungen auf Sexualität und Partnerschaft beobachten sie?