Die qualitative Studie
Zwischen August 2005 und September 2007 wurden 62 Frauen,
die vor dem 18. Geburtstag schwanger wurden, jeweils zwei bis drei
Monate nach einem Schwangerschaftsabbruch befragt.
Drei geschulte Sozialwissenschaftlerinnen führten
leitfadengestützte Interviews (25 Face-to-Face-, 37 Telefoninterviews)
von 45 bis 150 Minuten Dauer. Der Kontakt zu den Befragten erfolgte
über zehn große Beratungsstellen der pro familia (Kiel,
Hamburg, Bremen, Berlin, Magdeburg, Leipzig, Bochum, Saarbrücken,
Stuttgart, München). Die Gespräche wurden mit Erlaubnis
der Probandinnen mitgeschnitten und anonymisiert transkribiert.
Im Interview erzählten die befragten Frauen ihre
Geschichte vom Feststellen der Schwangerschaft bis zum Interview
(Reaktionen auf das Feststellen der Schwangerschaft; Entscheidungsprozesse
und -konflikte; Beweggründe für den Abbruch, Unterstützung
durch das nahe Umfeld; Erfahrungen mit psychosozialen und medizinischen
Diensten; Sexualität und Beziehung vor und nach dem Abbruch).
Um die Ergebnisse der quantitativen Teilstudien zu
vertiefen, wurde schließlich die sexuelle Situation, die zur
Konzeption führte, ausführlich exploriert und die Verhütungsbiographie
erhoben.
Zusätzlich wurden leitfadengestützte Interviews
mit den Partnern von 11 der befragten Frauen geführt (5 Face-to-Face-,
6 Telefoninterviews; Dauer 57 bis 97 Minuten). Die befragten Männer
waren zwischen 16 und 21 Jahre alt, stammten aus acht (der oben
genannten zehn) Regionen und aus allen Schulbildungsgruppen.
Wir danken den jungen Frauen und Männern,
die wir befragen durften und ohne deren Beteiligung das Forschungsprojekt
nicht möglich gewesen wäre.
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